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„Mit dieser Truppe steigen wir auf“ Selbstbewusste Füchse Berlin wollen in die 1. Bundesliga
Von Michael Nittel Berlin. Am vergangenen Freitag präsentierten sich die Handballer der Füchse Berlin vor dem Start in die neue Saison der 2. Bundesliga auf dem Gendarmenmarkt der Öffentlichkeit – und wie: Mit sieben von zehn neuen Spielern und einem neuen Mannschaftsbus war die Truppe um Coach Jörn-Uwe Lommel und Manager Bob Hanning angerückt. Mit dabei: Sascha Detlof, ein echter Reinickendorfer Junge, der mit folgender Aussage überraschte: „Mit dieser Truppe steigen wir einhundertprozentig auf.“ Ein Satz, wie in Stein gemeißelt. Detlof ist in Tegel aufgewachsen, mit sechs in die Handballabteilung des VfL Tegel eingetreten und mit 18 Jahren zu den Füchsen gewechselt. Der heute 23-jährige Rückraumspieler und Marc Pieper, der aus Lübars stammt, sind die Akteure, die wie niemand sonst für den Bezirk Reinickendorf stehen. Doch die Füchse haben, nicht zuletzt mit der Änderung ihres Namens, ihre Fühler längst in Richtung ganz Berlin ausgestreckt – und das müssen sie auch: „Ich sehe uns als Hauptstadt- und nicht als Stadtteilverein. Nichts desto trotz haben wir unseren Ursprung in Reinickendorf – dazu stehen wir“, so Manager Bob Hanning. „Natürlich wird in Berlin noch viel in Kiezen und Bezirken gedacht“, weiß auch Detlof. „Aber wir wollen und müssen alle Berliner Handballfans für die Füchse mobilisieren.“ Das zu erreichen sei die zentrale Aufgabe seiner Arbeit, so Hanning: „Jede Sportart braucht ein Zugpferd – für den Handball in Berlin sind das die Füchse. Aber wenn sich Vereine, wie die Handball-Klubs in Berlin, jahrelang bekriegt haben, ist das sehr schwer umzusetzen.“ Schwer, aber nicht unmöglich. Sascha Detlof bringt es auf den Punkt: „Wenn es uns gelingt, hochklassigen Handball zu spielen, dann kommen die Leute auch – und zwar völlig unabhängig davon, welchem Berliner Klub sie bis dato die Daumen gedrückt haben.“ Und dieser Erfolg soll durch eine gesunde Mischung im Team gelingen: Zum einen durch die Verpflichtung von bundesligaerfahrenen Akteuren wie Frank Schumann von der HSG Nordhorn und starken Ausländern wie dem Litauer Andrius Stelmokas. Aber man will auch weiterhin auf den Nachwuchs setzen, wie die Verpflichtungen von Gabor Langhans, Philipp Julius und Martin Murawski beweisen. „Jeder Verein dieser Welt muss Identifikationsfiguren haben. Spieler, von denen die Fans sagen können: Na klar, den Bengel kenne ich von klein auf.“ So einen wie Sascha Detlof halt – einen Reinickendorfer Jungen, der sein handballerisches Glück bei den Füchsen gefunden hat: „Ich bin ein Berliner – am liebsten möchte ich hier gar nicht mehr weg.“
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