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„Ein wirklich cooles Spiel“ Drei Teams aus Tiergarten qualifizieren sich für Streetball-Endrunde
Von Michael Nittel Tiergarten. „Schade, jetzt sind wir raus. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Und wir haben alles gegeben“, so die 16-jährige Anja Vidakovic. Soeben war sie mit ihren Freundinnen Thuy Tien Nguyen, Maria Fleischmann und Nadine El-Jamal vom Heinrich-von-Kleist Gymnasium in Moabit aus den diesjährigen School-Finals-Berlin, dem Streetball-Event für Berliner Oberschulen, ausgeschieden. 169 Teams aus drei Bezirken, insgesamt 648 Aktive, waren beim dritten von insgesamt vier Qualifikationsturnieren für die Endrunde der School-Finals am 9. Juli an den Start gegangen. Aus Tiergarten waren zwar nur acht Teams in einer der fünf Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen, angetreten – dafür konnten sich aber immerhin drei für das Finale im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf qualifizieren. Das Mädchenteam „FG Allstars“ des Französischen Gymnasiums beendete das Turnier in seiner Altersklasse sogar auf Platz eins. Entgegen allen Klischees bewiesen die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Teilnahme wieder einmal, wie gern sie sich bewegen: „Sport ist für mich sehr wichtig. Und Streetball ist zudem ein wirklich cooles Spiel, obwohl ich es nicht jeden Tag spielen muss“, so die 16-jährige Thuy Tien Nguyen. „Es ist doch ein Irrglaube, dass Mädchen weniger Lust haben, Sport zu treiben als Jungen“, war auch Mathias Ramsauer, Initiator der School-Finals, überzeugt. Immerhin waren 54 der insgesamt 169 Mannschaften reine Mädchenteams. „Fast ein Drittel hier sind Mädchen – das ist doch richtig klasse. In Sportvereinen liegt der Anteil gerade einmal bei acht bis zehn Prozent. Das zeigt doch, dass die Mädchen wollen. Man muss ihnen nur ein entsprechendes Angebot machen.“ Anja Vidakovic und Maria Fleischmann sind sogar dermaßen begeistert, dass sie demnächst in einen Basketball-Verein eintreten möchten – am liebsten irgendwo in Tiergarten. Bereits zum 15. Mal veranstaltet das Streetball-Team des Vereins für Sport und Jugendsozialarbeit in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung dieses Event. „Wir haben in diesem Jahr insgesamt zwar leicht rückläufige Teilnehmerzahlen. Aber das lässt sich damit erklären, dass wir ja auch rückläufige Schülerzahlen haben. Deshalb bin ich mit der Beteiligung auch hier in Pankow sehr zufrieden“, so Ramsauer. Er und sein Team haben in den zurück liegenden eineinhalb Jahrzehnten ohnehin viel erreicht: „Mittlerweile laufen in Berlin doch mehr Kinder und Jugendliche mit einem Basketball unter dem Arm durch die Gegend als mit einem Fußball. Und darauf bin ich wirklich stolz.“ Zudem hat das Streetball-Team in der ganzen Stadt über 200 Freiplätze aufgebaut – Orte, an denen Kinder und Jugendliche einer vernünftigen Freizeitbeschäftigung nachgehen können. Diesen Aussagen stimmten auch die Mädchen um Anja Vidakovic vom Heinrich-von-Kleist Gymnasium zu: „Es ist doch Quatsch, immer zu behaupten, es gebe für uns keine Möglichkeiten, auch außerhalb eines Vereins Sport zu treiben. Wir haben in unserem Bezirk genug Plätze, um Basketball oder etwas anderes zu spielen.“ |




