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Spiel der vergebenen Chancen

Fußball-Verbandsligist BFC Alemannia Wacker bleibt sieglos

 

Von Michael Nittel

Die Fußballer vom BFC Alemannia Wacker bleiben auch nach dem dritten Spieltag der Verbandsliga sieglos. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt reichte es beim Berliner SC trotz zahlreicher, hochkarätiger Torchancen letztlich nur zu einem mageren 2:2 (1:1).

„Das Spiel hätte auch ohne weiteres 5:5 ausgehen können.“ So einfach und dennoch treffend analysierte Frank Zahn, Torwart und Spielführer bei Alemannia, die ereignisreichen 90 Minuten.

Die Gäste aus Reinickendorf hatten den besseren Start. Doch wie aus heiterem Himmel ging der Berliner SC in Führung: Michael Karakaya traf in der 12. Minute mit der ersten Chance zum 1:0 für die Wilmersdorfer. Der BFC rannte an – der Berliner SC konterte und hätte durch zwei Großchancen schon nach 20 Minuten das Spiel vor entscheiden  können. Doch Maximilian Maxeiner und Patrick Häsen vergaben kläglich.

Apropos kläglich. Da wollten die Alemannen dem Gastgeber in nichts nachstehen: Bis zur Pause vergaben Moussa Doumbia, Martin Koohgilani, Ferhat Dogru und Özkan Sarac aus den aussichtsreichsten Positionen. Nur einer machte es besser: Mit einem tollen Heber ließ Marc-Florian Wendland BSC-Keeper Alexander Pohl aussteigen und schob zum Ausgleich ein (37.).

Nach dem Wechsel ging das Auslassen hochkarätiger Chancen munter weiter. Zum letztlich leistungsgerechten Endstand trafen noch Steven Rosenkranz für den BFC (73.) und Sebastian Gottschling für den Berliner SC (82.).

BFC-Torwart Frank Zahn hielt mit einigen tollen Paraden sein Team im Spiel. Und er hätte aufgrund der Vielzahl vergebener Torchancen mit seinen Stürmern hadern können. Auch die häufig zu weit aufgerückten Defensivspieler des BFC machten dem Torwart das Leben schwer. Und dennoch nahm er die Schuld für die verlorenen Punkte überraschender Weise allein auf sich: „Wenn ich beim 2:2 früher herausgelaufen wäre, hätte ich den Ball gehabt. Es ist ganz klar meine Schuld, dass wir hier heute nicht gewonnen haben.“ Hut ab, Frank Zahn.