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„Ein Massaker war es nicht“

Baseballer der Frohnau Flamingos unterliegen Bundesligisten HSV Stealers im Pokal

 

Von Michael Nittel

„Jeder Spieler ist heute an sein Limit gegangen“, kommentierte Reiner Wöttke, Co-Trainer des Baseball-Regionaligisten Frohnau Flamingos die knappe 5:7-Niederlage im Viertelfinale des DBV-Pokals (Deutscher Baseball und Softball Verband) gegen den Bundesligisten Hamburger SV Stealers. „Das war trotz der Niederlage unser Spiel des Jahres. Und mit ein bisschen Glück hätten wir auch gewinnen können.“

In der Tat: Bis ins vierte Inning hinein hielten die Flamingos gegen die ersatzgeschwächten Gäste aus der Hansestadt ein 0:0. Dann schien der Favorit seiner Rolle gerecht zu werden: Mit zwei Spielzügen und drei Runs brachten Marcel Brede, Jan Stolte und Christian Schöttler die Lokstedter 3:0 in Führung. „Jetzt schlagen die sich langsam ein“, befürchtete Wöttke zu diesem Zeitpunkt. Er behielt Recht: Ben Hettling konnte zwar für die Flamingos verkürzen. Doch die Stealers erhöhten zu Beginn des fünften Innings auf 6:1. Die Partie schien gelaufen. Doch mit vielen Emotionen kamen die Flamingos noch einmal zurück ins Spiel, kämpften aufopferungsvoll, hatten aber das eine oder andere Mal Pech. So tanzte ein Hit von Steve Meißner auf der Spitze des Maschendrahts am hinteren Spielfeldrand und fiel, statt in den angrenzenden Wald und damit zu einem Homerun, ins Feld zurück. Viele gute Schläge gingen genau auf Mann, so dass die Stealers wenig Mühe hatten, diese abzufangen.

Und dennoch kamen die Flamingos noch einmal zurück, verkürzten im neunten und letzten Inning auf 5:7 und zwangen HSV-Coach Sven Huhnholz zum Handeln: Dieser brachte mit Emilio De los Santos seinen besten Mann auf die Position des Pitchers. Und dieser rettete mit ein paar guten Würfen den wankenden Riesen HSV Stealers ins Ziel. Und Flamingo Hendrik Karp stellte abschließend fest: „Na ja, wir haben zwar verloren, aber ein Massaker war es nicht.“