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Berliner SC ist Herbstmeister

Fußballer überwintern nach 5:0-Erfolg auf Platz eins

 

Von Michael Nittel

Wilmersdorf. Die Fußballer vom Berliner SC sind Herbstmeister der Landesliga 1. Abteilung. Das Team um Trainer Mario Reichel bezwang Stern Marienfelde mit 5:0 (0:0) und ist einen Spieltag vor Ende der Hinrunde nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Es dauerte allerdings bis zur 71. Spielminute, ehe Tommy Beier sein Team mit dem Tor zum umjubelten 1:0 erlöste.

„Mir war bei diesen schlechten Bodenverhältnissen klar, dass es ein sehr kraftraubendes Spiel werden und wir am Ende den längeren Atem haben würden“, freute sich Coach Reichel. „Und ich muss meiner Mannschaft heute mal ein richtiges Kompliment machen. Denn sie hat es sehr geduldig gespielt und sich auch bis zum 1:0 viele gute Torchancen erarbeitet.“

Die erste gute Gelegenheit des Spiels hatten aber die Gäste aus dem Süden Berlins: Doch BSC-Schlussmann Lennard Peter parierte einen Kopfball aus kürzester Distanz bravourös. Der BSC brauchte rund eine Viertelstunde, um selbst Torgefahr zu entwickeln: Nach einem schönen Angriff über die linke Seite, auf der der agile Tommy Beier immer wieder mächtig Dampf machte, verzog Kapitän Sven Meyer knapp. Ohnehin erhielt Beier von seinem Coach ein Sonderlob: „Wenn der Tommy so spielt wie heute, gehört er ohne Frage zu den besten Fußballern der Landesliga.“ In der Folge wurde der BSC immer besser und tauchte ein ums andere Mal gefährlich vor dem Gästetor auf: Zunächst scheiterte Angreifer Kevin Gempf am Stern-Keeper (30. Minute). Dann tauchte Tommy Beier völlig frei vor Schlussmann Daniel Pagels auf, scheiterte aber an dem 29-Jährigen (32.). Und kurz vor dem Gang in die Kabinen war es erneut Gempf, der mit zwei großartigen Möglichkeiten scheiterte. Sein erster Kopfball ging noch knapp neben das Tor, während der zweite im letzten Moment von einem Verteidiger von der Linie gekratzt wurde. „Kevin hat heute zwar kein Tor gemacht. Aber er hat toll gekämpft, die Bälle gut abgeschirmt und ein paar Chancen klasse aufgelegt.“

So dauerte es also bis zur 71. Minute, ehe der Knoten platzte: Nach einem Stockfehler in der Abwehr marschierte Tommy Beier allein auf das Stern-Tor zu und lupfte das Leder über den herausstürzenden Pagels hinweg in die Maschen. Von da an vielen die Treffer im Minutentakt: Zunächst köpfte Routinier Meyer im Anschluss an eine Ecke das 2:0 (73.), bevor Leon Schwenke (74.), Fabian Gerdts (80.) und erneut der überragende Beier (86.) den Endstand markierten.

„Wir wollten als Herbstmeister in die Rückrunde gehen. Das haben wir nun geschafft. Und – mal ehrlich – wer hätte uns das vor der Saison überhaupt zugetraut?“

Elf Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage sprechen ein deutliche Sprache. Reichel ist sich aber durchaus bewusst, dass aus dem Außenseiter Berliner SC nun der Favorit geworden ist, der von den anderen Teams gejagt werden wird. „Die Rückrunde wird wesentlich schwerer für uns. Klar ist aber auch, dass wir nun Tabellenführer sind und diesen Rang mit allem was wir haben, verteidigen werden.“

Der Coach wies abschließend aber noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass er ein sehr junges, wenn auch ehrgeiziges Team betreue: „Heute haben wir mit drei A-Jugendlichen gespielt – letzte Woche waren es sechs. Unsere Mannschaft ist intakt und in der Lage, auch mehrere prominente Ausfälle zu kompensieren. Außerdem sind das alles charakterlich einwandfreie Jungs. Das stimmt mich zuversichtlich.“