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Kantersieg im Spitzenspiel

Fußballerinnen des 1. FC Lübars schlagen Verfolger mit 6:0

 

Von Michael Nittel

Lübars. Kurz nach Spielschluss am Samstagabend bildeten die Fußballerinnen des 1. FC Lübars mit ihrem Trainer Jens Kohnke einen Kreis, tanzten ausgelassen und feierten einen 6:0 (2:0)-Kantersieg im Spitzenspiel der Verbandsliga über Hertha 03 Zehlendorf. Der Coach durfte auf die Fußballdemonstration seines jungen Teams wahrlich stolz sein: „Wir haben dieses Spiel zu jeder Zeit kontrolliert und sind jetzt endgültig der Topfavorit auf den Aufstieg.“

Über die gesamten 90 Minuten war seine Truppe, die ein Altersdurchschnitt von knapp 20 Jahren hat, absolut dominant: Man setzte die Gäste schon im Spielaufbau durch frühes Attackieren enorm unter Druck und spielte bei Ballbesitz schnell und flüssig nach vorn. Auch konditionell und kämpferisch war Lübars dem Tabellenzweiten klar überlegen. Zehlendorf fand zu keiner Zeit ins Spiel. So bekam FC-Torfrau Stephanie Hanisch in der 89. Minute den ersten wirklich gefährlichen Schuss auf ihr Tor – und diesen parierte sie großartig. Ein Sonderlob vom Trainer bekam Margareta Lorenz. Die erst 16-jährige schaltete die beste Angreiferin der Liga, die Zehlendorferin Judith Mohr, komplett aus. Herausragend im Team der Lübarser agierte darüber hinaus vor allem das Sturmduo Stefanie Bienert und Caroline Klausch. Technisch hochklassig, beweglich und stets torgefährlich wirbelten sie die Hertha-Abwehr immer wieder durcheinander. Stefanie Bienert erzielte das wichtige 1:0 (21. Minute), Caroline Klausch war dreimal erfolgreich. Die weiteren Treffer erzielten Michelle Roesler und Isabelle Schumann. Beste Zehlendorferin war, trotz der sechs Gegentore, Torfrau Ina Scheidecker, die mit einigen Glanzparaden eine noch höhere Pleite verhinderte.

Schade nur, dass dieses Spitzenspiel bei sehr mäßigen Lichtverhältnissen ausgetragen wurde: Einer der sechs  Flutlichtmasten war ausgefallen, was den Schiedsrichter aber nicht dazu veranlasste, das Spiel abzusagen. „Dieses Licht ist totaler Mist“, ärgerte sich Gästetorfrau Ina Scheidecker. Doch als Ausrede für die Pleite ließ sie das nicht gelten. Vielleicht wäre es für die Zehlendorferinnen ohnehin besser gewesen, wenn an diesem Abend überhaupt kein Licht angegangen wäre.

Durch diese Galavorstellung baute der 1. FC Lübars seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter aus und darf vom Aufstieg träumen. Und nimmt man das Talent dieser Mannschaft als Maßstab, könnte sie auch in der Regionalliga eine bedeutende Rolle spielen.