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Zurück zu den Wurzeln

TTC Berlin Eastside spielt künftig wieder in Marzahn

 

Von Michael Nittel

Marzahn. Wenn am Freitag die Tischtennis-Damen vom TTC Berlin Eastside im Europapokal-Halbfinale den KTS Tarnobrzeg aus Polen empfangen, so wird das erstmals im Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, passieren. Der Klub, der seine Heimspiele in der Tischtennis-Bundesliga bislang in der Anton-Saefkow-Halle in Lichtenberg ausgetragen und sich vor einem Jahr nach dem Abgang des Namensponsors von 3B Berlin in TTC Berlin Eastside umbenannt hatte, kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück.

„Wir möchten künftig national und international sportlicher Botschafter dieser Region sein“, erklärte der frischgebackene Präsident Alexander Teichmann, der auf einer Mitgliederversammlung am 21. März gewählt worden war. „Wir sind ein Marzahn-Hellersdorfer Verein und wollen den Menschen genau hier unseren Spitzensport anbieten.“ Sollte man das Finale des so genannten ETTU-Cups erreichen, würde auch das im Freizeitforum ausgerichtet werden. Der endgültige Umzug für die Bundesliga-Spiele ist dann mit Beginn der neuen Saison im September geplant.

„Wir finden im Freizeitforum optimale Bedingungen vor, den Tischtennis-Sport aus reinen Turnhallen herauszubekommen und vielleicht einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Die Liste der sportlichen Erfolge des Vereins ist lang: Nach unzähligen DDR-Meisterschaften und dem Gewinn des  Europapokals 1968 und 1969 konnte der Klub auch nach der Wiedervereinigung an diese Erfolge anknüpfen: In den Jahren 2002, 2004 und 2007 gewann man den ETTU-Pokal. 2007 und 2008 wurde man Deutscher Vizemeister. „Wir sind der einzige Klub in der Hauptstadt, der seit 1997 Bundesliga spielt. Diese Konstanz hat uns auch international bekannt gemacht.“

Der Verein hat zurzeit rund 300 Mitglieder und verfügt über eine gesunde Mischung aus Spitzen- und Breitensportelementen. „Unser Aushängeschild sind die Bundesliga-Damen – keine Frage. Aber darunter haben wir eine breite und gute Basis aus Kindern, jungen Menschen, aber auch Senioren.“ Teichmann schätzt, dass rund 30 Prozent der Mitglieder Kinder und Jugendliche sind. „Wir sind aber alles andere als eine Kaderschmiede. Die Kleinen können und sollen in erster Linie Spaß am Tischtennis haben.“ Nichts desto trotz stellt der Klub hochkarätige Übungsleiter für den Nachwuchs bereit: Mit der ehemaligen Nationalspielerin und Deutschen Einzelmeisterin Tanja Hofmann sowie der russischen Nationaltrainerin Irina Palina ist man prima aufgestellt. „Allerdings suchen wir zurzeit noch weitere qualifizierte und lizensierte Trainer, um eine gute und engagierte Arbeit im Nachwuchsbereich auszubauen.“

Beim TTC Berlin Eastside scheint man für die Zukunft bestens gerüstet. Stellt sich die Frage nach den sportlichen Zielen, die der neue Präsident ohne Umschweife beantwortete: „Wir wollen uns im Bezirk etablieren und in den nächsten drei Jahren den Deutschen Meistertitel nach Marzahn holen.“ Doch zunächst einmal möchte man in das Europacup-Finale einziehen. Die Chancen stehen gut. Die Partie am Freitag beginnt um 19:30 Uhr.