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„Immer zu verlieren macht nicht wirklich Spaß“ Badminton-Team der Berliner Bären spielt Remis und möchte nicht unbedingt aufsteigen
Von Michael Nittel Reinickendorf. So richtig freuen konnte sich am Sonnabend niemand – unglücklich schien aber auch keiner zu sein. Im Duell der Badminton-Bezirksklasse trennten sich die Berliner Bären von der SG Motor Eberswalde / SV Preußen Frankfurt/Oder mit 4:4. Damit verpassten es beide Teams, wichtige Zähler im Kampf um den Aufstieg in die Landesliga, Berlin-Brandenburgs höchste Spielklasse, zu sichern. „Klar hätten wir uns als Heimteam einen Sieg gewünscht“, erklärte Reimar Fröhlich, Sportwart der Bären und Spielführer. „Doch so, wie es gelaufen ist, können wir mit dem Unentschieden zufrieden sein.“ Dabei sah es lange Zeit richtig gut aus. Fröhlich, die Nummer 28 der Berlin-Brandenburger Rangliste, gewann sein Einzel souverän und an der Seite des ehemaligen Zweitligaspielers Wolf Naussed auch das erste Herrendoppel. Das kampf- und abwehrstarke Doppel Björn Jacobs und Martin Helmdach sicherten den Bären den dritten Punkt. Nach dem verlorenen Damendoppel stand es 3:1. Doch dann gingen drei Duelle in Folge verloren. Es war letztlich dem gemischten Doppel Sabine Schiele und Wolf Naussed vorbehalten, gegen Frances Pusch und Oliver Richter mit 21:12 und 21:16 in den Sätzen, den Bären immerhin noch einen Punkt zu sichern. Nach dem knapp verpassten Aufstieg im vergangenen Jahr bleibt dieses Ziel auch in dieser Saison noch in Reichweite. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Ich denke, dass fünf Teams eine realistische Chance haben, den Titel zu erringen. Auch wir gehören dazu“, so Fröhlich. Allerdings: Mit Thorsten Andres, der an einem Kreuzbandriss laboriert, fehlt ein wichtiger Akteur. Darüber hinaus ist das Team mit einem Altersdurchschnitt weit jenseits der 35 Jahre das mit Abstand älteste der Liga. Und viele Spieler können aufgrund familiärer Verpflichtungen nur sehr unregelmäßig trainieren. Mögliche konditionelle Defizite macht man zwar mit Erfahrung wett – nahezu alle Akteure haben schon höherklassig gespielt – und doch hätte der Aufstieg möglicherweise einen faden Beigeschmack: „Okay, wenn wir Erster werden sollten, dann steigen wir halt auf. Aber ich glaube nicht, dass unsere Mannschaft in der Landesliga glücklich werden würde. Dort sind die Gegner einfach zu stark“, befürchtete Fröhlich. „Immer zu verlieren macht nicht wirklich Spaß.“ Niemand wird jünger – auch die Bären nicht. Und deshalb sind sie auf Nachwuchs angewiesen. Immerhin geht mehr als die Hälfte des Badminton-Etats in die Jugendabteilung. „Kinder geben heutzutage viel zu schnell auf. Oder sie kommen erst gar nicht, weil sie andere Interessen haben.“ Montags von 19 bis 21 Uhr können Neugierige in der Sporthalle der Mark-Twain-Grundschule in der Viktoria-Allee einfach mal vorbeischauen und Reimar Fröhlich vielleicht eines Besseren belehren. |



