Freier Journalist |
|
Text und Foto |


|
Interessante Kooperation Skater und Schützen kreieren das Skate-Biathlon
Von Michael Nittel Wilmersdorf. Was passiert, wenn sich Sportschützen und Skater zusammentun? Sie sind kreativ und entwickeln eine gemeinsame Sportidee: den Skate-Biathlon. Erst im März hatten der Skate- und Rollsportclub (SRC) und die Schützengilde Berlin auf der Familiensportmesse zueinander gefunden. „Wir haben uns am Schießstand mal ein bisschen ausprobiert und sind darüber ins Gespräch gekommen“, erinnerte sich Daniel Kälberer, Vorsitzender beim SRC. „Die Idee, das Skaten und Schießen einfach mal zu kombinieren, fanden wir sehr verlockend.“ Nun traf man sich zum ersten gemeinsamen Skate-Biathlon, um diese Idee auszuprobieren und kam schnell zu der Erkenntnis: Diese Sportart macht den Mitgliedern beider Klubs so viel Spaß, dass man diesen Event unbedingt wiederholen möchte. „Der hohe Puls beim Schießen, nachdem wir auf den Rollen eine Stadionrunde absolviert hatten, war schon sehr ungewohnt“ gestand Jürgen Gärtner, Jugendwart der Schützengilde, ein. „Aber das ist für die Schützen auch ein gutes Training, weil auch bei Nervosität durch Anspannung und Druck der Puls schon mal hochgehen kann und der Schütze auch mit so einer Situation umgehen muss.“ Die Skater wiederum hatten mit der Waffe, einem Lichtpunktgewehr, so ihre liebe Mühe und Not. „Unsere Mitglieder kennen das Schießen eher vom Rummel als vom Sport. Aber einige haben ihre Sache richtig gut gemacht. Unter dem Strich aber denke ich, hatten wir alle viel Spaß“, erklärte Kälberer. Und weil die Kombination beider Sportarten sehr sinnvoll erscheint und sie jeder einzelnen Disziplin noch einen zusätzlichen besonderen Reiz verleiht, hoffen beide Vereine, darüber eventuell neue Mitglieder zu generieren: „Natürlich muss man sich als Verein stets weiter entwickeln und für neue Ideen offen sein“, räumte Kälberer ein. „Und auch deshalb werden wir uns in Zukunft wohl häufiger zum Skate-Biathlon treffen“, ergänzte Gärtner. Darüber hinaus zeigt die Kooperation beider Klubs aber auch, wie wichtig Events wie die Familiensportmesse sind. „Natürlich ist es hilfreich und gut, sich einem Publikum zu präsentieren und seinen Sport vorzustellen. Aber den Blick auch mal über den Tellerrand des eigenen Sports hinaus zu richten, kann ebenso hilfreich und bedeutend sein“, sagte Kälberer. Zurzeit hat der SRC rund 80 Mitglieder, darunter 25 Kinder und Jugendliche. „Wir betreiben bei uns einen reinen Breitensport, nehmen an den üblichen Laufveranstaltungen teil und freuen uns in erster Linie über das tolle Gemeinschaftsgefühl, zusammen in der Gruppe zu rollen“, erklärte Kälberer. Ein besonderes Anliegen ist dem SRC die Verkehrssicherheit. Um vor allem Kindern den sicheren Umgang mit den Skates im Straßenverkehr näher zu bringen, geht der Klub auch an Schulen. Die Schützengilde, mehr leistungsorientiert, hat knapp 90 Sportler am Start, darunter zehn aktive Jugendliche. „Unser Ziel ist es schon, vor allem die jungen Leute fit für Titelkämpfe zu machen und sie irgendwann dahin zu bringen, dass sie bei der Deutschen Meisterschaft gute Resultate erzielen“, umriss Gärtner die sportliche Ausrichtung der Schützengilde. Nähere Informationen zum Skate-Biathlon, aber auch zu anderen Aktivitäten beider Klubs erhalten Interessierte unter www.src-berlin.de und www.schuetzengilde-berlin.de. |


