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„Wir können nicht heilen, aber helfen“

Musizieren und kicken für die Kinder im Dachsbau

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Bereits zum 12. Mal haben Freunde der Country- und Westernmusik ein Fußball-Benefizturnier zugunsten des Kinderheims Dachsbau ausgerichtet. Unter dem Motto „Wir können nicht heilen, aber helfen“ jagten zehn Teams dem runden Leder hinterher, während etliche Country-Bands für den musikalischen Rahmen sorgten.

Das Sachverständigen Zentrum Berlin sicherte sich vor dem Bezirksamt Reinickendorf den Turniersieg. Bester Torschütze wurde Peter Micha von Barney´s Team mit 15 Treffern.

„Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder viele Fußballteams und Country-Musiker den Weg nach Reinickendorf gefunden haben, um den Kindern zu helfen“, sagte Thomas Kletsch, der auch in diesem Jahr für die musikalische Organisation zuständig war. „Dabei hätte ich sogar noch viel mehr Musiker hierher bekommen können – es wäre ihnen allen eine große Freude gewesen, für die geistig und körperlich behinderten Kinder zu spielen.“

Allerdings sorgten die Kicker kurzzeitig für Kopfschmerzen: Durch den langen Winter verzögert sich in nahezu allen Freizeitligen das Ende der Saison, so dass viele Teams ihr Kommen absagen mussten. Doch die Turnierleiter Ilona Magar und Wolfgang Frühbrodt reagierten umgehend und sahen sich im Betriebssport um. Innerhalb kürzester Zeit hatten etliche Teams ihre Teilnahme zugesagt. Sogar Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) hatte seine Schuhe geschnürt. Frühbrodt erinnert sich: „Eigentlich sollte er nur den symbolischen Anstoß machen. Das war ihm aber nicht genug. Und die Jungs vom Bezirksamt haben ihren Chef gern in ihren Reihen aufgenommen: Auf dem Platz durften sie ihm endlich auch mal sagen, wo es langgeht.“

Der Erlös dieser Veranstaltung sowie die Einnahmen eines Hallenfußball-Turnieres und eines Benefizkonzertes im November werden am Nikolaustag den Kindern des Dachsbaus persönlich übergeben.

„Es ist unbeschreiblich zu sehen, wie die Kinder sich freuen, wie sie aufblühen, wenn wir zusammen Musik machen und ihnen das Geld überreichen“, freut sich Ilona Magar schon jetzt auf den Dezember. „Glänzende Kinderaugen – herrlich.“

Die Einnahmen sollen auch in diesem Jahr wieder in Spielzeug und eventuell in eine kleine Reise für die Kinder investiert werden.

Insgesamt haben die Country- und Westernmusikfreunde in ihrem zwölfjährigen Engagement bereits rund 24.000 Euro für die Kinder im Dachsbau eingespielt. Und es soll und wird weitergehen. Wolfgang Frühbrodt hofft, im nächsten Jahr wieder die Teams aus den Freizeitligen, aber auch die Betriebssportgruppen in Wittenau begrüßen zu dürfen. „Wir freuen uns aber auch auf jedes andere Team, das mitmachen möchte. Dabei ist es ganz egal, woher sie kommen und wer sie sind. Hauptsache, sie haben ein großes Herz für die Kinder.“ Nähere Informationen erhalten Interessierte telefonisch bei Wolfgang Frühbrodt unter 033397 – 27500.