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Hoch hinaus Waldhochseilgarten im Volkspark Jungfernheide feierlich eröffnet
Von Michael Nittel Charlottenburg. Zahlreiche Charlottenburger Schülerinnen und Schüler nutzten die einmalige Gelegenheit, den Waldhochseilgarten im Volkspark Jungfernheide am Tag seiner feierlichen Eröffnung gleich einmal auszuprobieren. Und war der Respekt und vielleicht auch die Angst vor der Höhe erst einmal abgelegt, hatten die Mädchen und Jungen viel Spaß und schon den Großteil der sieben sehr unterschiedlichen Kletterparcours absolviert, noch bevor Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) das symbolische Band durchgeschnitten hatte. „Unser Garten ist für Schulen natürlich ideal. Aber eigentlich ist er für die ganze Familie gedacht“, freute sich Initiator Paul Blecker, der sich mit vier Freunden diesen gemeinsamen Kindheitstraum verwirklichen konnte. „Jeder, der seine Grenzen finden möchte, der in der Natur Sport treiben möchte, ist bei uns herzlich willkommen.“ Besondere Voraussetzungen bedarf es nicht, um zumindest erste Schritte auf einem der leichteren Parcours zu absolvieren. Und auch Mütter und Väter müssen alles andere als besorgt nach oben schauen, wenn der Spross in den Seilen hängt. Einmal pro Saison kommt ein TÜV-Prüfer und nimmt den kompletten Waldhochseilgarten ab. Halbjährlich gibt es Baumgutachten, bei denen jeder einzelne Baum überprüft wird. „Wir haben hier die höchste Sicherheitsstufe“, verspricht Blecker. „Es gibt tägliche Sichtkontrollen. Und wir haben das neueste Karabiner-Sicherungssystem: Es geht immer nur ein einziger Karabiner auf, so dass sich Kinder noch nicht einmal aus Versehen ausklinken könnten.“ Doch was erwartet die Menschen, die sich zum ersten Mal in die schwindelerregenden Höhen über dem Volkspark begeben wollen? „Sie werden merken, dass man die Höhe schnell vergisst. Und sie werden verblüfft feststellen, was man alles schaffen kann, wenn man sich nur traut. Man kommt hier mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein wieder heraus.“ Die Pacht läuft über 15 Jahre. In dieser Zeit möchte Blecker mit seinen Freunden den Kletterpark erweitern. Angedacht ist unter anderem auch ein Parcours, der nur von mehreren Kletterern gemeinsam absolviert werden kann. „In der nächsten Bauphase sind so genannte Teambereiche geplant, wo spezielle Aufgaben gestellt werden, die nur in der Gruppe zu lösen sein werden.“ Natürlich wünscht sich Blecker, dass die Berliner den Waldhochseilgarten, der naturgerecht in den Wald integriert worden ist, annehmen werden. Und er verspricht zumindest eines: „Wenn wir die Leute verabschieden, sind sie bei diesen Temperaturen zwar klitschnass geschwitzt. Aber sie gehen immer mit einem Lächeln im Gesicht.“ Der Waldhochseilgarten, der täglich von 9 Uhr an geöffnet hat, ist am schnellsten über den Parkeingang an der Kreuzung Heckerdamm / Heilmannring zu erreichen. Gruppen müssen sich vorher anmelden. Nähere Informationen erhalten Interessierte auch unter www.global-rope.com. |










