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Bravouröse Aufholjagd

Handball: A-Juniorinnen der Füchse schlagen TSG Wismar

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Toller Auftakt für die A-Juniorinnen der Reinickendorfer Füchse in der Handball-Regionalliga: Mit 37:30 (15:19) gewann die Truppe von Trainer Peter Becker am Sonnabend gegen die TSG Wismar. Eine großartige zweite Halbzeit, in der man die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern förmlich überrannte, war ausschlaggebend. Eine im Vergleich zur ersten Halbzeit stark verbesserte Defensive, eine gute Füchse-Torfrau Arlina Pusch und toller Tempohandball sicherten letztlich den Erfolg. In der Offensive tat sich besonders Rechtsaußen Maike Frahm hervor, die mit zwölf Toren erfolgreichste Schützin war und die ohnehin, so sagt man zumindest in Reinickendorf, die beste linke Hand im Berliner Nachwuchshandball hat.

„Durch eine Umstellung in unserer Deckung nach der Pause haben wir Wismar den Zahn gezogen“, so Coach Becker. „Und wir haben immer versucht, das Tempo hochzuhalten.“ So machten die Füchse zwischen der 30. und 45. Minute aus einem 15:19 eine 27:22-Führung. „Ihr müsst nur daran glauben, das Spiel noch drehen zu können“, versuchte Wismars Coach Detlef Thormann in dieser Phase seine Spielerinnen zu motivieren. Doch hinter vorgehaltener Hand flüsterte er immer wieder etwas ins Publikum. Er sah die Leistung der Füchse und wusste entgegen seiner Worte, dass für sein Team nichts mehr zu holen war.

Peter Becker baute im zweiten Durchgang zu großen Teilen auf seine „erste Sechs“. Aber genau an dieser Stelle wartet auf den Coach noch Arbeit: „Unsere Hauptaufgabe ist es, die jüngeren Spielerinnen an das Niveau der älteren heranzuführen.“ Keine Frage: Maike Frahm, sowie die Rückraumspielerinnen Linda Mandelkow (9 Tore) und Alexandra Swiridenko (8), die aufgrund ihrer guten Technik und Athletik schon bei den Frauen der Füchse zum Einsatz kommt, bildeten die Stützen. Doch Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs wie Torfrau Arlina Pusch und Aufbauspielerin Jasmin Hub sind schon sehr dicht am Leistungsniveau der älteren dran. Und so kann man im Lager der Füchse optimistisch in die Saison blicken: Nach dem überzeugenden Sieg gegen die stärker eingeschätzte TSG Wismar sollte der angepeilte Mittelfeldplatz drin sein. Aber Peter Becker möchte lieber von Spiel zu Spiel schauen. Und eines ist ihm ohnehin wichtiger als der Tabellenplatz: „Wir wollen einen guten Nachwuchs ausbilden, der bei unseren ersten Frauen eine realistische Chance hat. Und wenn ich mir meinen jetzigen Kader anschaue, sind wir dabei auf einem sehr guten Weg.